Samstag, 4. Juli 2009
Donnerstag, 28. Mai 2009
Basta zu Gast bei "Inas Nacht"

Heute können wir euch mal wieder einen Fernsehtipp ans Herz legen.
Ein Vögelchen hat uns gezwitschert, dass Basta
am 04.07.2009 um 0:00 Uhr bei Inas Nacht im NDR
zu Gast sein werden.
Natürlich sind Basta nicht die einzigen Gäste, ebenso werden Annette Frier, Boris Aljinovic (Berliner Tatort-Kommissar), ein handverlesenes 14 Kopf großes Publikum sowie der 20 Mann starker Wilhelmsburger Shantychor und natürlich Wirtin Frau Müller dabei sein.
Genauere Infos zur Sendung findet ihr hier.
Und wer jetzt schon weiß, dass er an besagtem Tag nicht kann, keine Sorge, die Wiederholung im Ersten wird in der Nacht von Montag auf Dienstag noch einmal ausgestrahlt.
Also schon mal schön in den Karlender eintragen und drauf freuen ;-)
PS: Kleiner Tipp: Die anderen Shows sind ebenfalls echt zu empfehlen! Also einschalten!
Sonntag, 17. Mai 2009
Vom Alleinunterhalter zur guten Seite der Macht
Viel zu früh am Morgen machten wir uns also auf den Weg in den Archäologischen Park Xanten, wo wir Ira trafen (die heute nichts ausbuddeln wollte freundlicherweise und Helm und Hämmerchen zuhause gelassen hatte). Bei bedecktem Himmel und nach einem kurzen Rundgang suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen und warteten auf das groß angekündigte "Offene Singen" im Amphi(bien)theater, an dem eigentlich 1000 Sänger aus etlichen Chören teilnehmen sollten. Unter anderem war auch die Beteiligung eines uns wohlbekannten Gesangsquintetts aus Köln angesagt. Wir waren also gespannt.
Leider entpuppte sich dieser Teil des Programms als (nennen wir es vorsichtig) "Vollflop". Nur wenige Chöre waren angereist und der Leiter des "Spektakels" stellte sich als unterirdisch langweiliger Alleinunterhalter heraus, der sich im besten Falle noch allein unterhielt. Mit der Hoffnung, später noch ein schönes Basta-Open Air zu Ohren zu bekommen, hieß es also, mit viel Geduld und Humor Höhepunkte wie "gesummte Klassik" und "Heut' kommt der Hans zu mir" (und tatsächlich alles in halbem Tempo) auszuhalten. Unsere einzige Chance war, nicht mit sondern über die Situation zu lachen und zu beobachten, wie sich die Bastas nur mal vorsichtig an den Rand dieses musikalischen Abgrundes trauten, um sich danach schnell wieder in den Backstagebereich zurückzuziehen.
Irgendwann hatten wir es dann überstanden, und nach einer endlos wirkenden Rede irgendeines Behindertensportverbandvorsitzenden begrüßte man "richtige" Musiker auf der Bühne. Nach der sinngemäßen Anmoderation, die nun folgenden Künstler hätten in Seniorenheimen ein gutes Standing, erst vor kurzem hätte sich jemand bei einem Auftritt totgelacht, gaben die Fünf alles, um die Stimmung im Rund wieder herzustellen. Gar nicht so einfach, bei dieser Location und den eingeschlafenen Zuschauern, die erst einmal geweckt werden wollte.
Langsam aber sicher gelang das (natürlich *g*, dafür kennen wir sie ja), und es entwickelte sich ein wirklich schönes Konzert. Lied für Lied wurden die Bastas dabei fleißig von einer Gebärdendometscherin und ihrem Kollegen übersetzt, und Williams Frage, was eigentlich "Flaminco" in Gebärden darstellt, sollte sich geklärt haben.
Nach "Er gehört zu mir" ging irgendwann dann dieses wohl bisher integrativste Basta Open Air zuende... aaaber seit dem neuen Programm ist ja allgegenwärtig, dass Wiedersehen Freude macht. Also gab's nach dem Konzert noch kurz Gelegenheit, einen Spaziergang über die Anlagen und schon saßen Glo und ich wieder im Auto, um vom Niederrhein nach Hagen zu kacheln. Nach dem Konzert ist vor dem Konzert...
Pünktlich um kurz nach acht (und diesmal ohne diskriminierende Senioren-Anmoderation) dann also Basta 2.0 für diesen Tag. Hier trafen wir auf Sa, die morgens leider nicht konnte, dafür am Abend aber freundlicherweise Plätze für uns freihielt.
Schon von Beginn an waren wir begeistert von Licht und Ton in der sonst eher für die Beinfreiheit (ältere Leser erinnern sich) berüchtigte Hagener Stadthalle. Als hätten sie den Tag über entspannt in der Sonne gelegen ließen sich die Fünf keinen Moment lang das stressige Tagespensum anmerken und hatten auch den trägsten Westfalen schnell in ihren Bann gezogen. Wir erfuhren, dass es in Hagen kein Starbucks gibt und dass alle vier Mc Donald's "scheiße" sind (so ein Zuruf aus dem Publikum, Glo und ich hatten auf der Anreise in Hagen Vorhalle eigentlich ganz gute Erfahrungen gesammelt *g*). William wusste zu erwidern, dass das nächste Lied (Chocolatte Chai) aber "ganz gut" ist, und dass René darin sogar witzige Sachen singt ("Der singt dann [ ..... ] und dann die Pointe... Müsst ihr mal aufpassen"). Wir passten auf, René kündgte die Pointe nochmal extra an ("Jetzt kommt's") und so konnte ja nichts mehr schiefgehen. Gegen den unauffällig eingebauten Texthänger (Das Stück bietet laut Thomas aber auch "Raum für Improvisation") empfahl Thomas das Songbook. Kann ja mal aauuusnahmsweise passieren, dass René eine Zeile entfällt... ;-)
Richtig heiß wurde es für mich dann auch noch... ohne zuviel verraten zu wollen... nicht jeder wird das neue Programm kennen... als die Fünf sich am Bühnenrand niederließen und William seinen unerfüllten Traum preisgab. Glo's "Equipment" hatte es in sich - nie wieder nehme ich sowas derart unbedarft im Dunkeln entgegen. Aua! Aua! Aua! Auch wenn William sich im Stück über die umweltschädlichen (und stimmungstötenden) Plastikdingsbumse zurecht belustigte "Komm auf die gute Seite der Macht!" - aus Unfallverhütungsgesichtspunkten kann ich deren Einsatz nur empfehlen! (Für wen ich jetzt in Rätseln gesprochen habe: Ab ins Konzert. Ihr werdet verstehen!)
So ging ein bestens bewachtes Konzert (ältere Leser erinnern sich auch an die "sympathischen Mitarbeiter der Firma "Miners" aus Hückeswagen) zuende und ich denke, nicht nur wir waren froh, nach diesem langen und ausgefüllten Tag unsere heimischen Wohn- und Schlafzimmer zu erreichen.
Jetzt sind wir doppelbelastungserprobt... Pfingsten kann kommen! (Aber erstmal ist ja noch Recklinghausen dran...)
Mittwoch, 13. Mai 2009
Lauter gute Fragen, wie ich finde...
Mir ist das jetzt erst in die Hände gefallen, und ich finde, es lohnt sich! Klickt die Nachwuchsjournalistinnen an und lest selbst! :-)
Samstag, 2. Mai 2009
Mehr A Cappella denn je
Ich nahm also das schon lange stehende Angebot von Sarahs Mama an, ihre Karte im Notfall an mich abzutreten und werde es ihr wohl auch ewig danken. Denn was sich dort ereignete, hatte im Vorfeld niemand erahnt.
Ich setzte mich also in mein Auto und traf mich mit Sarah und Änni bei schönstem Wetter in Essen, wo wir uns gleich den Ortsnamen zu Herzen nahmen und uns im Extrablatt mit Blick auf 'Stratmanns Theater' ein wenig stärkten.
Irgendwann später machten wir uns dann zur um die Ecke gelegenen Lichtburg auf, wo schon viele Gäste ihre Plätze im großen Saal einnahmen.
Wir postierten uns auch auf selbigem auf dem großen Balkon und genossen für's erste die unglaublich bequemen, roten Plüschsessel, um die William das Publikum schon im Vorjahr beneidet hatte.
Pünktlich wie immer - um kurz nach Acht - hob sich der imaginäre Vorhang und Basta kamen unter Applaus auf die Bühne.
Das Konzert begann mit dem freundlichen 'Mexiko' (Wie man munkelt vielleicht zum letzten Mal *schnief*), doch schon schnell sollten alle positiven Illusionen aller Anwesenden wie weggepustet sein. Denn William verkündete Werner nach einem Referat über die hohen Parkgebühren in der Essener Innenstadt, dass er vor dem Konzert im Vorbeigehen ein nettes Knöllchen an seinem Wagen gesehen habe, und fragte schon mal gleich das anwesende Publikum aus reiner Neugier, wieviel Werner denn nun zu blechen habe.
Die von William und Thomas in Anschluss aufgestellte Gleichung über Knöllchen und Knöspchen im Frühling kamen dem, was ich eigentlich zu Hause zu tun gehabt hätte, sehr nah, und so hatte ich ein kaum schlechtes Gewissen, nicht am Schreibtisch zu sitzen :o)
Im Zuge dieser Formel gab es sogar noch ein bisschen Anatomie bei 'Meine neue Freundin' - lehrreicher ging nicht!
Soweit war alles gut; bis in eben jenem Lied diverse Knacks- und Knallgeräusche die fünf ein wenig stutzig machen ließen (gut, manch einer fand es sogar lustig *g*). Doch davon wollte man sich erst mal nicht irritieren lassen. Andreas drehte am Bühnenrand an ein paar Knöpfen und weiter ging es mit 'Wer hat eigentlich gesagt'. Nach weiteren etlichen, unnormalen Geräuschen fragte sich William, ob man das im Zuschauerraum wohl auch hören würde - oh ja, tat man!
Nach 'Freunde sein' gab es dann auch auf der Bühne Diskussionen über den weiteren Verlauf und es gab nur eine Möglichkeit: ohne Technik weitermachen.
Nun war es also soweit. Irgendwas war kaputt und es musste ohne Mikros weitergehen - so, wie ganz ganz früher.
Basta sangen als Einschub 'For the longest time' und brachen im Anschluss nicht für kleine Reperaturen ab. Nein. Es ging weiter wie immer. Unverstärkt. In einem alten Kino für 1500 Personen.
Das war auch für uns drei neu und wir müssen - wenn ich mal von mir ausgehe - ganz schön doof geguckt haben, denn soetwas hatten auch wir Dauergäste noch nicht erlebt - und vor allem nicht in einem Saal dieser Dimension!
Eine unglaubliche Stille breitete sich im Publikum aus. Jedes einzelne Hüsterchen hätte man gehört, hätten nicht alle - so schien es - vor lauter Konzentration die Luft angehalten. Sowohl das Sprechen von der Bühne, als auch das Zuhören gerade vom oberen Rang schien eine große Herausforderung für beide Seiten.
Während Martin und die Haustechniker wahrscheinlich rotierten, wie man bloß alles wieder einwandfrei ans Laufen kriegen kann, saß das Publikum gebannt in seinen roten Sesseln und lauschte dem Gesang der fünf Bastas.
Jetzt mag man vielleicht meinen, es sei überaus schwierig gewesen, irgendetwas zu hören. Doch ganz im Gegenteil! Ich persönlich bekam den Mund vor Staunen nicht mehr zu, wie wunderbar klar und vor allem laut die Lieder sogar bis hoch auf den Balkon drangen.
So gab es zum Beispiel die neuen Stücke 'Cool' und 'Fleisch' genauso unverstärkt, wie den Basta-Klassiker 'Like a Virgin'.
Für die neuen Songs vielleicht gar nicht so schlecht, da Mann sich mehr auf die Choreographien konzentrieren konnte, statt immer an den Mikro-/Handwechsel zu denken, jedoch für alt eingespielte Rituale, wie das Mikro aus dem Jacket ziehen, bevor man volltrunken in es hineinnuschelt, doch eher verwirrend. So konnte René unter Belächeln seiner selbst es nicht lassen, sich ab und an die leere Hand vor den Mund zu halten.
Mittlerweile schien durch die Korrespondez zwischen Technik und Andreas das Problem ausfindig gemacht zu sein, sodass der Übeltäter gestellt werden konnte.
William klärte das Publikum darüber auf, dass Mikro #2 kaputt zu sein scheint und bat den Besitzer auf der Bühne, sich zu melden. Scheinbar nichts Böses ahnend meldete sich Thomas, worauf hin William ihm vorwarf, das Mikro kaputt gemacht zu haben und er jetzt selbst Schuld daran sei, auch im nächsten Sommer wieder nicht in den Urlaub fahren zu können.
Von dieser Schmach gepeinigt, bekam Thomas von William persönlich vor den Augen den Publikums seine gerechte Strafe: "Dafür gibt's jetzt ein hässliches Kabelmikro!"
Thomas schien doch leicht irritiert durch diese ungewohnte Gerätschaft, doch irgendwie war es eine ganz besondere Komik, die sich da abspielte und gerade dem Publikum großen Spaß bereitete.
So kündigte er das darauf folgende Stück als ganz spezielles Liedermacherlied "für Akustikgitarre und Kabelmikro" an.
Vor der Pause gab es dann in der üblichen Manier 'Du tropfst' und 'Wild Thing'.
Bei letzterem fingen wir drei schon an zu lachen, bevor sich auf der Bühne überhaupt irgendetwas getan hatte. Die Vorstellung, Thomas läuft mit dem Kabelmikro um den in der Mitte stehenden René alias Wild Thing herum und bereitet all seinen Kollegen herrliche Stolperfallen, trieb uns das Pipi in die Augen - vor Lachen *g*.
Nach einer etwas längeren Pause zur entgültigen Bewältigung der Technikprobleme ging es weiter im Programm mit dem üblichen Equipment - sogar für Thomas (der später versicherte, dass nicht er der Böse war, sondern irgendein Störkörper in den Mikros, die Martin durch komplettes Auseinadnerbauen vernichtet hatte, sodass dann alles wieder funktionierte - soso! ;o))
Im zweiten Set gab es weiterhin viele neue, aber auch alte Stücke. Verwunderlich nur, dass uns dieses Mal scheinbar 'Lauch' vollkommen erspart blieb. Ob da jemand unsere Gebete erhört hatte? *g* Stattdessen gab es ein Lied über ein Tier.
Und auch René brachte zwei seiner neuen Stücke zu Gehör, die groß beklatscht wurden.
Zu unserer großen Freude sangen Basta die wunderschöne Ballade 'Feuerzeug', die mit einem Meer aus Lichtern begleitet wurde. So schwenkten die einen besinnlich ihre Feuerzeuge über den Köpfen, während andere immer wieder vergeblich versuchten, ihres anzubekommen - "Klick! Klick! Klick! Klick! Klick!...", natürlich vornehmlich an den sehr leisen Stellen. Diese doch leicht unpassende Komik kommentierte William mit dem sachdienstlichen Hinweis "Streichhölzer!", was ein entspanntes Gelächter im Saal auslöste.
Zum Ende hin gab es dann ein weiteres neues Stück über die Anfangszeiten der Band vor vielen Jahren, welches wir auch schon einige Male hören durften, uns aber schon wieder mit einer Neuerung sehr zum Lachen brachte. (Ob die Ignoranz gegenüber Thomas im Zuge seiner Strafe noch dazu gehört, bleibt dahingestellt :o))
Jedenfalls drehte René wieder so charmant den Text, dass auch William nicht anders konnte, als ihn dafür auszulachen.
Um die Technik dann noch einmal so richtig auszureizen, gab es ganz zum Schluss noch einen neuen, richtigen Partykracher. William echauffierte sich indes in der Anmoderation über die Sprechgewohnheiten der Jugendlichen und empfand es auch als zu lächerlich, Werner als "flotten Hecht" für dieses Lied anzukündigen - ein "fetter Pangasius" schien da angemessener.
Und da war es auch schon vorbei - das Konzert, das ich wegen seiner Ausführung wohl so leicht nicht mehr vergessen werde!
Ach nein! Stopp! Da war noch was!
Natürlich gab es auch dieses Mal einen Afterglow. Wer vielleicht letztes Jahr dabei war, kann sich sicherlich erinnern, dass es unglaublich voll war. Es war fast unmöglich, während 'Bindungsangst' gesungen wurde, die fünf Bastas nur schon an den Haarspitzen zu sehen - so voll war es! Doch dieses mal war es nur ein minimaler Anteil des Auflaufs vom letzten Jahr.
Und apropos unmöglich: Eigentlich sollte es ein brandneues Lied im Foyer zum Besten geben, doch ein scheinbar viel zu selten im Konzert anzutreffender Besucher äußerte lauthals den Wunsch, 'Lauch' zu Gehör zu bringen. Mir entfuhr daraufhin ein entsetztes "Nein!" - doch das half alles nichts. Kurzerhand wurde sich umentschieden und William schien fast ein bisschen glücklich, an diesem Abend doch nicht auf dieses Lied verzichtet haben zu müssen. Hätte er mal uns gefragt!
Dienstag, 28. April 2009
Von Sex und Gemüse
Der uns allseits bekannte Arzt für Gesundheit und Lachfalten - Dr. Eckart von Hirschhausen - schreibt Kolumnen für den Stern, in diesem Falle (Stern - Gesund leben; Ausgabe 2/2009) eine über das verschiedene Verhältnis von Männern und Frauen zu Sex und Essen.
Dem ein oder anderen mag bezüglich dieser Untersuchungen ein Basta-Klassiker mit ähnlichem Thema einfallen - doch nicht nur uns, auch dem Doktor schien "Lauch" beim Schreiben allgegenwärtig...
Montag, 27. April 2009
Der Garten Basta
Am 15. und 16. April ergab es sich dass die fünf heiligen A Cappella-Sänger in der Kölner Flora einfanden um ihre himmlischen Gesänge einem ausgewählten Volke darzubieten.
Öhm. Ja genau.
Also, Basta war zum ersten Mal in der Flora in Köln. Wer die Flora nicht kennt muss sie sich unbedingt mal ansehen wenn man in Köln ist. Der botanische Garten und einfach dieses Gebäude an sich sind schon beeindruckend. Und das mitten in Köln! So eine grüne Oase. Die Lunge der Stadt und so weiter ;-)
Wahrscheinlich wäre ich selbst gar nicht auf die Idee gekommen irgendwann mal dahin zugehen. Aber da die beiden Konzerte, die von der Comedia veranstaltet, dorthin verlegt wurden, wegen bekannter Kölner Ereignisse, war das doch schon etwas schöner als die Comedia.
Während man noch ganz beeindruckt vom prachtvollen Garten rund um die Flora ist, punktet der Veranstaltungsort auch von innen. Überall wird geprunkt und geprotzt. Mein lieber Herr Gesangsverein. Die fast 150 Jahre alte Spielstätte hat’s echt in sich.
Aber jetzt zum Konzert. Die Jungs starteten gut gelaunt und frisch aus dem Oster-Urlaub.
Eine nicht ganz übliche Umfrage startete William gleich zu Anfang. Obwohl der Mittwochabend doch als Gray’s Anatomy-Abend bekannt ist, überraschte es ihn sehr, dass doch einige Frauen anwesend waren. daraufhin stellte Thomas fest, dass sie selbst ja auch irgendwie Halbgötter in weiß seien. Bis ihm dann auffiel, dass Werner und Andreas dann doch keine Halbgötter in Weiß sind, da diese keine weißen Klamotten trugen und somit wurden aus den fünf Halbgöttern drei.
Am darauffolgenden Abend verwandelte William folgende Ansage einfach mal in die Frage, wer denn so aus Köln kommen würde. Dies konnten nicht so viele Besucher zustimmen wie er wohl erhofft hatte. Dennoch war William froh mal nicht nach Hause fahren zu müssen und wenn doch dann eben nicht so weit wie sonst.
Ebenso verlängerte sich die Ansage zu GEZ am ersten Abend um einige Minuten. Thomas musst nämlich nach Williams „Prahlerei“ über seine Bali-Reise sauer aufstoßen und erklärte es damit, dass Williams Worte so sauer wären wie ein Sauere Hering der ihm die Speiseröhre hoch kriechen würde wenn diese Beine hätte. Ebenso wäre William wie der Junge aus der Kombüse des Schiffes Basta der den gekochten Kohl mit zu viel Pfeffer würzt. An diesem Abend war William aber nicht nur der saure Hering und der Kombüsen-Junge, sondern auch noch ein Holzwurm der die Ruder des Schiffes Basta zernagt und somit das Schiff eben nicht mehr von der Stelle kommt. Aber dies war noch nicht genug. Zu Guter Letzte war der Arme William (der sich in diesem Moment doch recht zusammenreißen musste nicht lauthals loszuprusten) auch noch ein Maulwurf, diesmal im Garten Basta der sich durch den Erdboden gräbt und das im Garten stehende Haus zum Einsturz bringt.
Wer jetzt denkt, dass das doch alles nicht wahr sein kann. DOCH, das war es und wir waren auch ziemlich am Boden vor lachen.
Der Abend am 15. war tatsächlich durchgehen kurios. Thomas war bei seinem Lieblingslied „Bratislava Lover“ sehr gemächlich und kündigte an, dass er das alles nicht machen muss, darauf hin musste sich Andreas das Mikro dreimal an den Kopf hauen weil er seinen Einsatz doch glatt verpasste. Den roten Fleck hatte er selbst im Afterglow noch.
Und da war auch schon mein Stichwort: Der Afterglow bietete am ersten Abend ein sehr leeres Bild. Die Kölner (wenn es am ersten Abend Kölner waren) verließen fluchtartig die Flora. Somit sangen die Jungs „Let’s twist again“ vor einem kleinen Restpublikum. Was jedoch René mitten im Lied dazu ermutigte „Ihr seit Deutschland“ zu brüllen, dass weiß ich bis heute nicht.
Am zweiten Abend gab’s doch tatsächlich auf Wunsch „Sorgen in die Tonne“. Es war so schön, dieses tolle Lieb nach so langer Zeit mal wieder zuhören. Und, dass es ein tolles Lied ist, fiel William dann auch auf und kommentierte es mit „Schönes Lied“. Der Herr weiß wohl schon gar nicht mehr was er alles Schönes schreibt ;-) demnach musste auch fleißig in die Songbooks geschaut werden.
Mein Fazit: Zwei unglaublich amüsante Konzerte in einer prachtvollen Umgebung. Und alles das im nahen Köln. Was will man mehr?
(Fotos folgen...)

